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SALZSTRASSE.festlich: Verleihung der PUTTE 2015 an Kasper König

Ein „Trüffelschwein der modernen Kunst“, ein „Querdenker“, ein „Katalysator der Stadt“: Die lobenden Worte, mit denen die Laudatoren den Preisträger der PUTTE 2015, Professor Kasper König, fast in den Puttenhimmel des Erbdrostenhofes erhoben, waren ungewöhnlich. Außergewöhnlich wie der Preisträger selbst, der vor 440 Gästen im Freien, im sonnendurchfluteten Hof des Erbdrostenhofs, die Ehrung in Form einer kleinen goldenen Anstecknadel entgegennahm. Die deutsche Kunstszene, viele Wegbegleiter aus vier Skulptur Projekten, traf auf Münsters Stadtgesellschaft.
Professor Dr. Klaus Bussmann, der Partner von Kasper König bei den Skulptur Projekten 1977, 1987, 1987 und 2007, lobte den Spürsinn, den Weitblick und die menschlichen Qualitäten des Preisträgers. Der geniale Netzwerker sei die „Seele des Unternehmens“ gewesen. Er gab dem Publikum faszinierende Einblicke in die vielen Facetten der Zusammenarbeit über drei Jahrzehnte. Und ließ keinen Zweifel an dem Rang des Preisträgers: Er sei im Moment vielleicht die einzige deutsche Stimme von Gewicht in der Welt der modernen Kunst.
Die Kaufleute und Preisstifter Matthias Lückertz und Dr. Andreas Freisfeld betonten in der Preisbegründung, wie vitalisierend und nachhaltig die Zehn-Jahres-Etappen der Skulptur Projekte für den öffentlichen Raum in Münster gewesen seien. Sie dankten für die Qualitäts-Standards, die Münster in diesem langen Prozess erreicht habe, zum Wohle auch des Handels. Die Kaufleute ließen nicht unerwähnt, dass die vielen heftigen Diskussionen über manche Projekte auch Spuren hinterlassen hatten: Die alte hanseatische Tugend der Toleranz sei vielfach gefordert gewesen, und das habe gut getan.
Im Grußwort des Kaufmanns Tobias Viehoff, der auch als Vorsitzender des Westfälischen Kunstvereins ein besonderes Faible für die Künste hat, lebten viele der Emotionen auf, die Kasper Königs Skulptur Projekte schon in Münsters Jugend eingepflanzt hatten. Tobias Viehoff ließ die Kunst-Bar von Tobias Rehberger aus dem Jahre 1997 lebendig werden und machte deutlich, welcher „Transmitter“ die Kunst-Impulse für die Stadtgesellschaft waren.
Münsters Stadtgesellschaft erlebte an diesem Abend des 12. August 2015 einen jener seltenen Höhepunkte, die im Stadtgedächtnis bleiben. Vieles ging sprichwörtlich unter die Haut. Zumal sich ein Kreis wunderbar geschlossen hatte: Laudator Professor Klaus Bussmann, angereist aus Paris, war 1997 der erste Preisträger der Putte. Damals vor 40 Gästen ...

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